Hauptberuflich, international und basisdemokratisch: Antisemitismus bei deutschen Katholiken

Den Vorwurf, sie hätten ein gestörtes Verhältnis zur Gewalt, und würden das Vernichtungsprogramm Hitlers fortsetzen, beantworten militante Muslime mit der Drohung, jeden umzubringen, der ihnen das nachsagt.
 
Friedlicher sind da einige deutsche katholische Bischöfe: Den im März reichlich belegten Vorwurf, Antisemiten zu sein, beantworteten deutsche katholische Bischöfe, als sie im März von einem spirituellen Betriebsausflug aus Israel und Ramallah zurückkehrten, damit, dass entsprechende Äußerungen gegenüber deutschen Medien nur „aus der emotionalen Betroffenheit Einzelner heraus“ gefallen seien, so der Sekretär der deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer.
 

Weiter ...

Wie es Memo Anjel im Depot Berlin geht. Ein Gruß von Berlin nach Jerusalem

„Da ich Jude bin und an das glaube, was in der Pesach-Haggada erzählt wird (daß wir nämlich keine Sklaven mehr sein werden nach dem Auszug aus Ägypten), entschied ich mich für negative Philosophie des Maimonides, der formuliert, daß man die Dinge durch das versteht, was sie nicht sind. Wenn etwa ein Gebäude kein Auto ist, ebenso wenig ein Hund oder Computer..., werde ich schließlich wissen, was Gebäude wirklich ist."
Memo Anjel: Dreimal Berlin
Das ist der Anspruch. Und „Depot Berlin“ ist gerade das Codewort für die Bücher, die mir Elazar Benyoëtz zurück zu lassen pflegt. Momentan, denn die Ortsnamen des Depots wechseln, seit rund 15 Jahren. Diesmal war die Ausbeute reichlich.
 

Weiter ...

Triumph des guten Willens. Eike Geisel (1945-1997) zum 20. Juli


"An diesem besonderen Tag wurde man als Jugendlicher regelmäßig mit Gewissenskonflikten von Leuten gelangweilt, die sich endlos damit abgequält hatten, ob sie Hochverrat üben, ihren Eid brechen oder Tyrannenmord begehen dürften. Sie hätten alle umstandslos geputscht, wenn der Führer es ihnen befohlen hätte. Aber leider lag kein Befehl dazu vor. Andererseits hatten sie keine sichtbaren Probleme damit gehabt, halb Europa in Schutt und Asche zu legen und Millionen von Menschen umbringen zu lassen. Sie hatten ein reines Gewissen, weil sie es nie benutzt hatten. (...)

Wenn schon alle in einen Topf geworfen werden, dann sollte man den Antisemitismus als würzende Zutat nicht vergessen. Er hat dem Verschwörerkreis nämlich genau jenes Aroma verliehen, das Hannah Arendt 1963 in einem Brief an den Philosophen Karl Jaspers folgendermaßen beschrieben hat: ‚Was ich meine, ist, dass jeder, der politisch auftrat, auch wenn er dagegen war, auch wenn er im Geheimen ein Attentat vorbereitete, in Wort und Tat von der Seuche angesteckt war. In diesem Sinn war die Demoralisation komplett.“

Eike Geisel: Triumph des guten Willens. Gute Nazis und selbsternannte Opfer. Die Nationalisierung der Erinnerung, Berlin 1998, S. 9 und S. 11.

Lettres sur des vers d’August Conte Platen

« Ce qui a regardé la beauté avec des yeux

Est déjà confié à la morte. »

(Tristan)

Le Conte Platen est peut-être le seul auteur allemand de cette époque de post-romanticisme, qui arrivait à s’approcher aux mondes imaginaires des symbolistes, surtout de Baudelaire.

Quand il commençait à exprimer des « états d’âme », il se servait la langue française. Parce que c’était sa deuxième langue et parce que la langue et littérature allemande au moins à cette époque ne lui donnait pas des exemples.

Reponse :

Weiter ...