Solidarität, diesmal englisch

 

Diese Rundmail erhielt ich heute morgen von Freunden aus Israel:

"Disgrace for England !
This week in England every memorial of the holocaust has been removed from the schools study programs, arguing that it hurts the Muslim population that denies the holocaust.
That is a sign of an upcoming worldwide disaster, terrifying evidence of how easily countries can give in to anti-Semitism.
It has been more than 60 years since the end of World War 2 in Europe.
This email has been sent in order to create a chain of memory for those 6 million Jews, 20 million Russians, 10 million Christians, and 1900 catholic priests, that have been murdered, raped, burnt, starved to death, and humiliated by the Nazis.
Now, more than ever, considering the efforts of Iran and others ' denying the Holocaust, it is most crucial to do whatever it takes to ensure that the world never forgets .
This email should reach at least 40 million people in the world.
Join us and become a link in the chain of memory for those who have past in the terrible events of the Holocaust. Help spread this email around the world so others may understand and help as well.
Please send this message to at least 10 of your friends or contacts. Please do not delete this email; it only takes one minute to pass it on. Thank you for your efforts."

 

Deutsche Solidarität mit Israel – mehr als ein Lippenbekenntnis? Ein Gastkommentar von Marina Gerner

Marina Gerner ist Studentin der Politikwissenschaft und der Philosophie in Manchester, Campaigns Secretary der dortigen Students Union und Stimme von FUSE.FM, dem größten Studenten-Radiosender Großbritanniens und Europas. Derzeit absolviert sie ein Praktikum bei der Frankfurter Rundschau, wo dieser Gastkommentar nicht erscheinen konnte. Sie hat im Zusammenhang mit den von der Hamas provozierten miltiärischen Auseinandersetzungen mit Israel eine Demonstration in Frankfurt beobachtet und danach einige Fragen zur Bedeutung des Begriffs der "deutschen Solidarität mit Israel".
In Paragraph 51 der UN-Charta ist das Selbstverteigigungsrecht souveräner Staaten ohnedies geregelt. Wer also schon in einem so klaren Fall die Solidarität infragestellt, hat immer schon das Selbstverteidigungsrechts Israels und die Charta der UN infragegestellt. Und hier geht es um eine Auseinandersetzung, die der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer erst kürzlich sehr treffend als den zweiten Krieg des Iran gegen Israel - und  damit gegen den Westen überhaupt - bezeichnet hat. (Der erste war der Libanonkrieg von 2006.)
Wer zeigt im Nahostkonflikt Solidarität in Deutschland, zu wem und wie? Verschiedene Stimmen melden sich zu Wort.

Vor einer Woche fand in Frankfurt eine Demonstration zu Gaza statt.
Sprecher des Polizeipräsidiums bestätigten, dass Demonstranten eine israelische Flagge auf dem Römerberg anzündeten, allerdings habe man dann eingegriffen und dem Zwischenfall ein Ende gesetzt. Es sei „ein viel zu großer Aufwand für die Polizei“ nachzuvollziehen, wie es dazu kam, dass die Flagge angezündet wurde.
Die Demonstration sei „ruhig verlaufen“, aber eine „latente Gefahr“ sei bei solchen Aktionen immer da.

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Motten und Erdferkel. Ein mail-Wechsel zur Informationsgesellschaft

"Man muß sich von allem lösen, um sich allem anzunähern."

Cesare Pavese: Das Handwerk des Lebens 

Vor einigen Wochen schickte mir Wunderblock-Gastautorin Shakespeare diesen link: http://www.barackobama.com/issues/technology.

 

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Pro domo

„Wer dem Publikum - seiner 'Kundschaft' - nicht zu mißfallen wünscht, ist, wie er es auch anstellen mag, ein Krämer. Sogar und vor allem, wenn er Literat ist." (Henry de Montherlant: Tagebücher 1930-1944, Kiepenheuer & Witsch, Köln/Berlin 1961, S.60)

"Bleiben Sie persönlich!" Dazu soll Karl Kraus einen Gesprächspartner während eines hitzigen Gesprächs im Kaffeehaus ermutigt haben, der sich für eine Beleidigung entschuldigt hat.
 
Wunderblock ist auch eine interaktive Angelegenheit. Positive Zuschriften und Briefwechsel bleiben meist privat, aber manchmal gibt es Kommentare, jedenfalls wenn es um aktuelle Themen, wie es mir um die notorische Unterschätzung des islamischen Terrorismus oder die neue Religion der „Informationsgesellschaft“ geht.

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Le Città invisibili

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Hauptberuflich, international und basisdemokratisch: Antisemitismus bei deutschen Katholiken

Den Vorwurf, sie hätten ein gestörtes Verhältnis zur Gewalt, und würden das Vernichtungsprogramm Hitlers fortsetzen, beantworten militante Muslime mit der Drohung, jeden umzubringen, der ihnen das nachsagt.
 
Friedlicher sind da einige deutsche katholische Bischöfe: Den im März reichlich belegten Vorwurf, Antisemiten zu sein, beantworteten deutsche katholische Bischöfe, als sie im März von einem spirituellen Betriebsausflug aus Israel und Ramallah zurückkehrten, damit, dass entsprechende Äußerungen gegenüber deutschen Medien nur „aus der emotionalen Betroffenheit Einzelner heraus“ gefallen seien, so der Sekretär der deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer.
 

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Inshallah, Frau Rosa! Deutsche Unterichtsentwicklung im Sinne der Hamas

„Eigentlich ist ein nicht gerade unbeträchtlicher Teil der Deutschen ja schon immer davon überzeugt gewesen, dass Auschwitz, Majdanek und Treblinka im Grunde genommen große Besserungsanstalten waren, deren Insassen (und ihre Nachkommen) bloß den Lehrplan nicht richtig verstanden haben. 51,2 Prozent der Nachfahren von Eichmann & Co. fanden deshalb laut einer Umfrage vor etwas mehr als drei Jahren: „Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“ (Gefunden im Blog "Lizas Welt")

Die Autorin Lisa Rosa ist laut Impressum ihres Blogs in der Unterrichtsentwicklung im Referat Gesellschaft des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg tätig. Im Kern behauptet sie:

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Coalition against the Iranian extermination programm

Stop The Bomb

Auch nicht schlimmer als die Hamas. Die palästinensische Volksgenossin Susanne Knaul (taz) legt nach

„Es gibt keinen Grund nachzugeben vor der Wahrnehmung der Abgründe."

André Glucksmann: Philosophie der Abschreckung (1983)

 
Am Freitag berichtete wunderblock von einem scheinbar harmlosen Übersetzungsfehler, aus dem westliche Medien einen von Israel in Palästina veranstalteten „Holocaust“ gemacht haben: Der israelische Verteidigungsminister sprach von „Katastrophe“, und das hebräische Wort dafür ist, seit der Bibel, „Shoa“.

Es geht aber nicht um einen Übersetzungsfehler: Viele Medien, wie die Tageszeitung (taz) nahmen die Reaktionen der palästinensischen Seite auf, als wären die Terroristen die Juden und die Israelis die Nazis. Sie kommen mit Terroristen der islamisch-arabischen Welt in einer Wahnidee überein: Ginge es nach ihnen, so habe der Holocaust gar nicht stattgefunden, sondern stünde in Palästina kurz bevor.

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Ein israelischer Minister sagt „Katastrophe“, und die taz verlegt den Holocaust nach Palästina

Wenn in Israel ein Minister „Katastrophe“ sagt, knallen in Westeuropa, vor allem in Deutschland, alle Sicherungen durch. Bis gestern Nachmittag gegen 16:30 geschah dies nach Angaben des ntv-Nahost-Korrespondenten Ulrich Sahm weltweit in 2500 Nachrichten.

Das hebräische Wort für „Katastrophe“ heißt nämlich „Shoah“. Es ist seit der Bibel ein Begriff für Unglück, Katastrophe, schreckliches Naturereignis oder Flächenbrand. In Westeuropa aber bürgerte sich das Wort "Schoah" erst 1985 durch den neunstündigen Dokumentarfilm "Shoah" von Claude Lanzmann von ein.
Was viele Medienvertreter von Israel glauben wollen, sprach gestern auch die Israel-Korrespondentin der Tageszeitung, Susanne Knaul schon in einer Überschrift aus:

Israeli droht mit ‚Holocaust’“ titelte sie. Das dies in der taz geschieht, ist ein nicht völlig beliebiges, aber in diesem Fall fast austauschbares Beispiel.

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